Otodus megalodon
24 m lang: Gigantischer Urzeit-Hai in Dänemark entdeckt – auf Umwegen
Fotos: Aarhus Universitet / Museum Sønderjylland / Reinhold Möller (CC BY-SA 4.0) / Prehistoricplanes (CC BY-SA 4.0)
Dänische Wissenschaftler haben in einer Lehmgrube die Überreste des größten jemals dokumentierten Megalodons identifiziert. Die fossilen Rückenwirbel des Urzeit-Hais Otodus megalodon ermöglichen völlig neue Einblicke in das Leben dieses gigantischen Raubfisches, der vor Millionen von Jahren die Weltmeere beherrschte.
Die spektakulären Fundstücke stammen ursprünglich aus einer Ausgrabung in einer Lehmgrube in der Stadt Gram aus dem Jahr 1978. Lange Zeit galt die wertvolle Fracht als verschollen, bis ein Museumsmitarbeiter die Kisten in einem Lagerraum wiederentdeckte.
Experten der Universität Aarhus unterzogen die Wirbel modernen Scan-Verfahren, um die Dimensionen des Tieres präzise zu bestimmen. Die Ergebnisse der Untersuchungen übertreffen alle bisherigen Annahmen über die maximale Größe dieser Spezies bei weitem.
Rekordmaße und biologische Erkenntnisse
Laut den Analysen erreichte dieser spezifische Hai eine Körperlänge von bis zu 24 Metern. Neben der Länge konnten die Forscher durch das Zählen der Jahresringe in den Wirbeln auch das Alter bestimmen. Das untersuchte Exemplar wurde umgerechnet etwa 96 Jahre alt, was auf eine erstaunliche Langlebigkeit dieser Meeresgiganten hindeutet.
Die Leiterin der naturhistorischen Abteilung des Museums Sønderjylland, Mette Elstrup, betont die Einzigartigkeit der Entdeckung. Wie DR berichtet, ordnet sie den Fund als einen der bedeutendsten ihrer Karriere ein.
Neue Details zum Jagdverhalten
Ein besonders faszinierender Aspekt der Untersuchung betrifft den mutmaßlichen Mageninhalt des Raubfisches. Erstmals wurden Anzeichen dafür gefunden, dass der Megalodon auch andere Haie auf seinem Speiseplan hatte.
Bisher gingen Wissenschaftler primär davon aus, dass sich die Giganten aufgrund von Zahnspuren in fossilen Knochen hauptsächlich von Walen ernährten. „Es ist ein vollkommen ikonischer Hai, und an der Untersuchung des weltweit größten Fundes mitzuwirken, ist kaum zu übertreffen“, erklärt Mette Elstrup in einem Statement.
Zudem stützen die Daten aus Dänemark die Theorie, dass diese Raubfische auch in kühleren Meeresregionen erfolgreich überleben konnten. Die Funde aus Gram belegen eindrucksvoll, dass der Norden Europas einst ein Jagdrevier für diese gewaltigen Kreaturen war.
https://www.nordisch.info/daenemark/wie-gut-kennen-sie-daenemark/
