„Einfach magisch“

Angler gelingt der große Coup – nur eine Stunde nach Start der norwegischen Lachssaison

Lachssaison Norwegen
Fast 20 Kilogramm am Haken. (Foto: Privat / Svein Romundstad)

Bereits eine Stunde nach Beginn der diesjährigen Lachssaison wurde im Namsen-Gewässersystem in Norwegen ein gewaltiger Atlantiklachs mit fast 20 Kilogramm Gewicht gefangen. „Dass wir gleich einen solchen Riesenlachs fangen konnten, war einfach magisch“, sagt Grundeigentümer Svein Romundstad.

Am Montag, dem 1. Juni, begann die Lachssaison um Mitternacht. Zahlreiche Angler strömten zum Auftakt an die norwegischen Lachsflüsse. Das Namsen-Gewässersystem gilt seit Jahren als beliebtes Ziel für Sportfischer, nicht zuletzt wegen der guten Fangzahlen. Auch der Start in die neue Saison macht Hoffnung.

Mehr als 50 Lachse in anderthalb Tagen

Wegen des niedrigen Wasserstands hatte Romundstad die Erwartungen vor dem Saisonstart eher gedämpft. Dennoch wurden innerhalb von nur anderthalb Tagen mehr als 50 Lachse gefangen. Das Durchschnittsgewicht lag zwischen sechs und sieben Kilogramm.

„Zu Beginn der Saison ist allein die Ankunft am Fluss etwas Besonderes. Egal, ob die Bedingungen gut oder schlecht sind. Die Spannung bleibt immer dieselbe: Werden wir überhaupt Lachs fangen oder könnte es außergewöhnlich gut werden? Deshalb ist es hier zum Saisonstart immer voll“, sagt Romundstad.

Obwohl die Lachssaison vielerorts begonnen hat, bleiben weiterhin 155 der insgesamt 450 norwegischen Lachsgewässer für die Fischerei geschlossen. Der Wildlachs gilt als nahezu vom Aussterben bedroht. Nach Angaben der Umweltbehörden sind Einschränkungen beim Fischfang daher notwendig, um die Bestände zu schützen.

„Königin der Lachsflüsse“

Der Fluss Namsen in Trøndelag gehört zu den bekanntesten Lachsflüssen Norwegens und wird oft als „Königin der Lachsflüsse“ bezeichnet. Jedes Jahr reisen Angler aus dem In- und Ausland an, um dort auf kapitalen Atlantiklachs zu fischen.

Gleichzeitig stehen die Wildlachsbestände unter Druck. Klimaveränderungen, Krankheiten, Lachsläuse und Eingriffe in die Gewässer machen vielen Beständen zu schaffen, weshalb zahlreiche Flüsse inzwischen strengen Fangbeschränkungen unterliegen.

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