Facebooktwitterpinterestrssinstagram

Mustikkapiirakka

Rezept: Finnischer Blaubeerkuchen mit Roggenmehl

Ich habe eine neue Leidenschaft. Sie schlich sich langsam durch die Beiträge für Nordisch.info in meinen Alltag und ist inzwischen nicht mehr zu übersehen. Überall liegen Koch- und Backbücher zu nordeuropäischen Ländern im Haus herum. Vor dem Einschlafen lese ich oft noch Rezepte oder Artikel zur Esskultur. Und ich werde nicht satt, mich damit zu beschäftigen.
Blaubeerkuchen, nach finnischem Rezept
Eines meiner neueren Bücher ist „Zimtschnecken und Blaubeerkuchen – Die besten Backideen aus Skandinavien“* von Miisa Mink. Wie so oft, habe ich mir die englische Version davon gekauft, da sie deutlich günstiger ist als die deutschsprachige. Für wen es ebenso keinen Unterschied macht, ob er ein Rezept auf englisch oder deutsch liest, dem empfehle ich also „Nordic Bakery“ von Miisa Mink.

Springform mit Roggenmehlteig auslegen Blaubeerkuchenfüllung Der finnische Blaubeerkuchen nimmt Gestalt an

Der Blaubeerkuchen mit dem Roggenanteil ist ein typisch nordisches Produkt. Weizenanbau ist in den nördlichen Regionen schwierig bzw. bisweilen nicht möglich. Zu kurz sind die Sommer dafür. Den Platz, den bei uns der Weizen eingenommen hat, hat im hohen Norden der Roggen. In diesem Rezept wird der Boden aus einer Mischung aus Roggen- und Weizenmehl zubereitet. Dadurch schmeckt er für mitteleuropäische Gaumen nicht ganz so ungewohnt. Wer wie ich beim Rezept tiefgefrorene Blaubeeren nimmt, muss etwa 10 Minuten mehr Backzeit einplanen. Durch das Einfrieren ist die Zellstruktur in den Beeren zerstört und sie geben beim Backen mehr Flüssigkeit ab und sehen am Ende auch nicht so prall und hübsch aus, wie auf dem Buchcover. Dem Geschmack schadet das jedoch nicht.

Zutaten für eine 24er Springform:

Für den Boden

100 g zimmerwarme Butter
85 g Zucker
1 Ei
100 g Weizenmehl
60 g Roggenvollkornmehl
1 TL Backpulver

Für die Füllung
100 g Creme fraiche
150 ml Sauerrahm
1 Ei
3 EL Zucker
1 Pk Vanillezucker
250 g Blaubeeren

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

  2. Für den Boden Butter und Zucker fünf Minuten mixen. Das Ei in einer Tasse vequirlen und langsam unter das Buttergemisch rühren.

  3. Die Mehlsorten mit dem Backpulver vermischen und unter den Teig rühren. Der Teig sollte nicht mehr kleben und weich sein.

  4. In der Springform den Teig geben und mit den Fingern zu einem Boden drücken. Dabei an den Seiten einen kleinen Rand formen, damit die Füllung nicht auslaufen kann. Die Springform muss hierbei nicht zuvor gefettet werden. Der Teig hat einen so hohen Fettanteil, dass er auch so nicht anbacken wird.

  5. Für die Füllung alle Zutaten miteinander verrühren und in die ausgekleidete Form geben.

  6. Am Ende noch die Blaubeeren vorsichtig auf die Füllung geben.

  7. Den Kuchen für ca. 25 Minuten im Ofen backen. Am Ende der Backzeit mit einem Zahnstocher die Stäbchenprobe machen. Dafür sticht man einen Zahnstocher in die Mitte des Kuchens. Wenn noch Füllung daran kleben bleibt, entsprechend ein wenig länger backen.

Fertiger Blaubeerkuchen nach finnischem Rezept

Hyvää ruokahalua!

Helena

*Das Backbuch ist eine geprüfte Kaufempfehlung. Diese Empfehlung enthält einen „Partner-Link“ zu Amazon. Das Buch ist auch in jedem anderen Buchhandel, on- und offline, erhältlich.

Sie wollen diesen Beitrag teilen?

Facebooktwitterredditpinterestmail
guest

2 Comments
älteste
neuste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Eija Laine
Eija Laine
16. Juli 2017 21:55

Weizenanbau nicht möglich……,! Ich bin eine Finnin und habe genügend Weizenfelder in Finnland gesehen. Größeren Stuss könnte die Verfasserin nicht verbreiten. Vorher sich bitte genügend Informieren, sonst glauben manche diesen Irrsinn noch!

Redaktion
Webmaster
17. Juli 2017 10:16
Reply to  Eija Laine

Sehr geehrte Frau Laine, vielen Dank für Ihren Kommentar, auch wenn er unhöflich ausgefallen ist. Wir sind uns sicher, dass Sie im realen Leben, d.h. außerhalb des Internets, wahrscheinlich ein sehr netter und höflicher Mensch sind. Darum nehmen wir uns die Zeit, kurz auf Ihren Kommnetar einzugehen: Was steht nun genau im Text? „Weizenanbau nicht möglich“ steht da nicht geschrieben. Dort steht „Weizenanbau ist in den nördlichen Regionen schwierig bzw. bisweilen nicht möglich“. Damit hat die Autorin nicht gesagt, dass es in Finnland keinen Weizenanbau gäbe. Es ist geschichtlich so gewesen, dass je höher man in den Norden kam, desto… Read more »