Öresund, und das Jahr der Ostseetunnel

Chinesen wollen Tunnel zwischen Schweden und Dänemark bauen

| 26.02.2018 - 11:18 Uhr

Ein chinesisches Unternehmen möchte Helsingør in Dänemark und Helsingborg in Schweden mit einem Tunnel verbinden. Der Bau des sog. HH-Tunnels wurde in der Vergangenheit von Politikern beidseits des Öresund oft diskutiert, jedoch nun wird es so konkret, wie nie zuvor. Das berichtete News Øresund am vergangenen Freitag.

Brücke von Öresund soll mit Tunnel unterstützt werden

Brücke von Öresund soll mit einem Tunnel ergänzt werden. (Foto Daniel Karlsson )


Der Tunnel wäre neben der Ösersundbrücke die zweite Landquerung zwischen Seeland und Schonen. Wie die News Øresund berichten, hat das chinesische Unternehmen China Railway Tunnel Group (CRTG) einen Bericht über die technischen Aspekte eines Tunnelbaus im Sund vorgelegt.

CRTG hat diesen Winter die Stadtverwaltung von Helsingborg kontaktiert und eine Delegation geschickt, um die bisherigen Erkenntnisse auszutauschen.

Die schwedische Nachrichtenagentur TT berichtet, dass Regionalpolitiker sowohl in Schweden als auch in Dänemark eine Verbindung zusätzlich zur Brücke für notwendig halten. Beide Länder haben bereits konkrete Realisierbarkeitsüberlegungen angestellt und werden gemeinsam einen Antrag auf eine von der EU geförderte Machbarkeitsstudie stellen.

Der Bau eines solchen Tunnels würde finanzielle Zuwendungen der öffentlichen Hand erfordern, sowie Gelder der EU. Im Frühjahr soll bei einem Treffen der Verantwortlichen beider Länder entschieden werden, wie und ob es weiter geht. Ebenso sollen alternative Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert werden, so der TT-Bericht.

„2018 scheint nach chinesischem Horoskop das Jahr des Tunnelbaus zu sein“

Der HH-Tunnel ist in diesem Jahr bereits das dritte ernsthaft diskutierte Tunnelbauprojekt unter der Ostsee. Das zweite, bei dem chinesische Investoren eine Rolle spielen.

Diskutiert werden gleich zwei konkurrierende Tunnelvebindungen zwischen Estland und Finnland. Ein Tunnelbau wird vom ehemaligen Geschäftsführer des Spieleentwicklers Rovio (Angry Birds), Peter Vesterbacka, forciert. Dieser möchte den potentiell längsten Tunnel der Welt mit Hilfe des chinesischen Kapitals privat finanzieren.

Zugleich haben sowohl Estland als auch Finnland ihre gemeinsamen, immer konkreter werdenden Vorstellungen einer Verbindung zwischen Helsinki und Tallinn mittels eines Tunnels.

Siehe auch:

ap

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