Schottische Wurzeln mit amerikanischem Einschlag

Kürbis-Scones mit doppelter Glasur – Rezept

| 14.11.2017 - 13:52 Uhr

Seit dem frühen 16. Jahrhundert wurden in Schottland Scones zubereitet. Damals ein auf die Schnelle in der Pfanne gebackenes Brot, das aus Hafer und ohne Backtriebmittel gemacht wurde. Die ursprünglichen Scones waren somit deutlich flacher als die heute üblichen Varianten. Über die Wortherkunft der Scones gibt es unterschiedliche Theorien. Die eine besagt, dass es sich vom niederländischen Wort „Schoonbrot“ ableitet. Eine andere Version: Scones haben ihren Namen vom „Stone of Destiny“, wo die schottischen Könige gekrönt wurden.

Kürbis schneiden Kürbis kochen Kürbis pürieren

Inzwischen sind Scones nicht nur in Großbritannien und Irland verbreitet, sondern haben mit den Auswanderern aus dem Vereinigten Königreich ihren Weg in die neue Welt gefunden. Von dort kamen wiederum die Kürbisse zu uns nach Europa; und so schließen wir an dieser Stelle den Geschichtsunterricht und vereinen die neue mit der alten Welt.

Kalte Butterwürfel mit einer Gabel unterarbeiten Bis keine großen Butterstücke mehr zu sehen sind Eier und Kürbispürree dazu

Klassische Scones isst man auf der Insel übrigens gerne mit clotted cream oder Butter und Marmelade. Die moderne Adaption in diesem Rezept kann man auch prima ohne alles essen.

Teig bemehlt Teig auf belegter Fläche ausrollen.  in Vierecke und diese in Dreiecke schneiden. Scones mit etwas Abstand aufs Backblech

Die Mehlangaben sind in diesem Rezept nur Richtgrößen. Denn, je nachdem wie viel Flüssigkeit im Kürbispüree enthalten ist, braucht es mehr oder weniger Mehl, um einen ausrollbaren Teig zu erhalten. Wer, wie ich, den Kürbis zum Pürieren kocht, sollte nach dem Weichkochen die Kürbisstücke zuerst etwas abtropfen lassen.

Zutaten für etwa 12 Scones

Für den Teig
240 – 400 g Mehl
1 EL Backpulver
½ TL Salz
60 g Zucker
3 EL Vollrohrzucker
½ TL Zimt
½ TL Muskatnuss
¼ TL Ingwer
60 g Butter, kalt gewürfelt
150 g Kürbispüree (aus ca. 300 Hokkaido Kürbis)
1 Ei
2 EL Sahne
2 EL Milch

Für die erste Glasur
120 g Puderzucker
4 TL Milch

Für die gewürzte Glasur
60 g Puderzucker
½ TL Zimt
1/8 TL Muskatnuss
1 Prise gemahlener Ingwer
2 TL Milch

Gebackene Scones auskühlen lassen Scones mit einfacher, zweifacher oder ohne Glasur Scones schmecken zum Kaffee

Zubereitung:

  1. Für das Kürbispüree zuerst den Kürbis waschen, zerteilen und entkernen. Anschließend klein schneiden und in einen Topf geben. Die Kürbiswürfel gerade so mit Wasser bedecken, salzen und kochen, bis sie weich sind. Danach das Kochwasser abgießen und die Stücke evtl. in einem Sieb etwas abtropfen lassen. Mit einem Pürierstab pürieren. Wer keinen hat, kann die Stücke auch möglichst fein mit einer Gabel zerdrücken.

  2. Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

  3. Für den Teig alle trockenen Zutaten mit 240 g Mehl in eine Rührschüssel geben und vermischen. Die kalten Butterwürfel hinzugeben und mit einer Gabel so lange zerdrücken, bis keine großen Butterstückchen mehr vorhanden sind und die Mischung feinkrümelig geworden ist. In einer Schüssel Ei, Sahne, Milch und 150 g vom Püree miteinander vermengen und in die Teigmischung rühren. Wenn alles vermengt ist, ggf. weiter Mehl einarbeiten, bis der Teig gerade nicht mehr klebt.

  4. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in Quadrate schneiden, diese dann in Dreiecke zerteilen. Die Dreiecke mit genügend Abstand auf die vorbereiteten Backbleche geben und ca. 15 Minuten backen. Dabei in der Nähe des Ofens bleiben. Je nach Dicke der Scones und Mehlmenge im Teig, kann die Backzeit variieren. Die Scones sollten goldbraun sein und duften. Dann sind sie fertig.

  5. Scones auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Die beiden Glasuren separat zubereiten und zuerst die ungewürzte Glasur auf den Scones verstreichen. Diese etwas antrocknen lassen und mit einer Dosierspritze oder einem Spritzbeutel mit feiner Tülle die zweite Glasur darüber geben.

Scones mit Butter und Marmelade


Serviervorschlag für Scones: mit Butter und Marmelade.


 
Deagh mhiann!

Helena

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