Umwelttechnik im Straßenbau

Island will Straßen aus Plastik bauen

| 28.04.2017 - 12:14 Uhr

Das isländische Küsten- und Straßenbau-Amt hat in einer Machbarkeitsstudie untersucht, ob recycelter Kunststoff als Straßenbelag verwendet werden könne, antstatt des Asphalts. Das Ergebnis fiel positiv aus.

PlasticRoad

(Grafik PlasticRoad.eu)

Seit 2015 gibt es Bemühungen verschiedener Länder, Plastik im Straßenbau zu verwenden. Die Niederlande sind bereits dabei, recycelten Kunststoff als Belag auf der Straße einzusetzen. Das Projekt PlasticRoad, eine Kooperation zwischen den Frimen KWS, Wavin und Total, zeichnet dafür verantwortlich.

Dabei sind die Plastikbauteile vorgefertigt und enthalten diverse Funktionshohlräume, die als Kabelkanäle verwendet werden oder Heizungselemte enthalten können, um die Straßen eisfrei zu halten.

In Island bemüht man sich derzeit um die Entwicklung einer Lösung passend zum harten Klima des Landes. Die ersten Ergebnisse stimmen zuversichtlich, so dass die Behörde für Straßenbau weitere Untersuchungen finanziert. Mit der Forschung und Entwicklung wurde die in der Umwelttechnik spezialisierte Firma ReSource International aus Kópavogur, Island, beauftragt.

Wenn die Rechnung aufgeht, kann der isländische Staat nicht nur Straßenbaukosten in Millionenhöhe einsparen, sondern auch das Problem der Plastikentsorgung lösen.

Die Idee zur Verwendung von Plastik als Straßenbelag stammt vermutlich aus Indien. Dort wird bereits seit einigen Jahren Plastikmüll im Straßenbau eingesetzt.

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