Internet-Fundstück

Eisbrecher Tarmo bahnt sich einen Weg durch die Menge

| 8.02.2017 - 18:52 Uhr

Wir befinden uns in Finnland der 1920er Jahre: Ein Eisbrecher bahnt sich seinen Weg durch die zugefrorene Ostsee. Schaulustige eilen herbei.

Sie stehen nicht etwa hinter einem sicheren Zaun. Die Menschen laufen unmittelbar vor und neben dem Eisbrecher her. In zwei, drei Metern Entfernung. Ein Glück, dass niemand zu Schaden kommt, denkt man.

Diese Szene bildet den Auftakt für Peter von Baghs Dokumentarfilm aus dem Jahre 2008 „Helsinki, ikuisesti“ (Für immer Helsinki).

Die Gelassenheit der Menschen in dieser Anfangssequenz ist faszinierend. Vielleicht ist ein solches Vertrauen in gefrorenes Wasser nur in Finnland möglich. Wo es im Winter Eis gibt, das hart wie Beton ist.

Leider konnten wir nicht mehr über die Geschichte vom Eisbrecher in Erfahrung bringen. Doch auch so ist dieser 53 sekündige Film ein sehenswertes finnisches Zeitdokument.

Der Sprecher, der am Ende der Szene zu hören ist, bezieht sich nicht auf die Eisbrecher-Szene. Seine Worte lassen sich in etwa so übersetzen:

„Wir leben nicht nur in der Gegenwart. Die Vergangenheit, mit all ihren Erinnerungen, Ereignissen und Erfahrungen, lebt ebenso in uns. Und manchmal kommt es vor, dass die Vergangenheit stärker ist als die Gegenwart.“

Der Film „Helsinki, ikuisesti“ in voller Länge und finnischer Sprache ist ebenso auf Youtube zu sehen.

Filmplakat Helsinki, ikuisesti

Filmplakat „Helsinki, ikuisesti“ (Quelle Wikipedia)

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