Regierungskoalition kann positiven Trend für sich verbuchen

Finnland: Arbeitslosenquote im Januar bei 8,8 Prozent

| 20.02.2018 - 12:48 Uhr

Ein Jahresbeginn ist wahrscheinlich die aktivste Zeit für die Statistischen Ämter aller Länder. Die Entwicklungen des vergangenen Jahres, sei es die Zahl der Übernachtungen im Tourismus oder die Beschäftigungsrate, werden statistisch ausgewertet.

Arbeitslosenquote Finnland

Arbeitslosenquote und der Trend zwischen 01/2008–01/2018/, Personen im Alter 15–74. (Quelle Statistisches Amt Finnland)


Das Statistische Amt Finnlands vermeldet heute, die Zahl der Beschäftigten sei im Januar dieses Jahres angestiegen. Etwa 71.000 mehr Menschen stehen in Finnland in Arbeit als im gleichen Zeitraum 2017. Die Zahl der Arbeitslosen ist im gleichen Zeitraum um 4.000 Personen zurückgegangen. Ein Hinweis darauf, dass viele, die Arbeit gefunden haben, zuvor nicht offiziell als arbeitslos gemeldet waren.

Die aktuelle Beschäftigungsquote liegt damit bei 70,9 Prozent. Die Regierungskoalition um Premierminister Juha Sipilä hatte im Parlamentswahlwahlkampf 2015 versprochen, die Beschäftigungsrate auf 72 Prozent zu steigern. Diese lag 2015 noch bei knapp unter 68 Prozent. Insofern kann Sipilä diese Entwicklung als einen Schritt vorwärts betrachten.

Die Arbeitslosigkeit lag im Januar bei 8,8 Prozent, ein Rückgang der Quote um 0,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres (9,2%). 8,4 Prozent der Männer und 9,3 Prozent der Frauen waren arbeitslos. Der Trend der Arbeitslosigkeit lag bei 8,5 Prozent. Insgesamt waren vergangenen Monat etwa 238.000 Menschen ohne Beschäftigung.

Das Arbeitsministerium veröffentlichte parallel dazu etwas andere Zahlen, wonach 286.000 Menschen arbeitslos gewesen sind, 57.000 weniger als im Vorjahr.

Das Ministerium berechnet die Arbeitslosenquote anders als das Statistische Amt Finnlands. Es legt die Anzahl der Personen zugrunde, die sich als Arbeistsuchende auf dem Amt gemeldet haben. Das Stististische Amt wendet eine Stichprobenmethode an, die in der EU üblich ist, um die Vergleichbarkeit mit anderen EU-Staaten zu ermöglichen. Die Erhebung des Statistischen Amtes gilt darum als die offizielle Arbeitslosenstatistik.

Siehe auch:

ap

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