Bio-Lebensmittel in Dänemark

Niemand kauft mehr Bio als die Dänen

| 12.02.2017 - 12:21 Uhr

Einer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in der Schweiz zufolge, besitzen Bio-Lebensmittel in Dänemark weltweit den höchsten Marktanteil.
Biokarotten
Insgesamt sind 8,4% der Lebensmittel in dänischen Supermärkten Bio-Produkte. Das ist der höchste Anteil von allen 178 Ländern, die untersucht wurden. Schweiz und Luxemburg liegen dahinter mit jeweils 7,7% und 7,5% Marktanteil am Lebensmittelmarkt.

„Das ist eine Vorrangstellung in der Welt, auf die wir stolz sein können. Sie zeigt, dass Dänen bewusst Lebensmittel konsumieren, und Verantwortung für Tiere und Natur übernehmen wollen.“, sagte Per Kølster, Chef des dänischen Ökolandbauverbandes Økologisk Landsforening, in einer Pressemitteilung.

„Gleichzeitig ist unser erster Platz beim Konsum auch ein Signal an die globale Exportwirtschaft. Dänische Bio-Betriebe produzieren Lebensmittel in exzellenter Qualität, die auch bei Verbrauchern gut ankommen.“, fügte er hinzu, die Werbetrommel rührend.

Ausgaben pro Kopf Bio-Lebensmittel

Ausgaben pro Kopf für Bio-Lebensmittel.


Der FiBL-Bericht zeigt außerdem, dass Dänemark den zweiten Platz bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Öko-Produkte belegt. Im Durchschnitt geben die Dänen 191 € im Jahr für diese Produkte aus. Übertroffen nur von der Schweiz, wo 262 € pro Kopf ausgegeben werden. Deutschland befindet sich an Position 8, mit 106 € pro Kopf und Jahr.
Die größten Märkte für Bio-Lebensmittel

Die weltweit größten Märkte für Bio-Lebensmittel.


Die absolut größten Märkte für Bio-Lebensmittel sind USA, Deutschland und Frankreich. Dabei führen die USA mit gigantischem Abstand die Rangliste an.

Der Bericht wurde in Kooperation mit der deutschen Biofach, Messe für Bio-Lebensmittel, veröffentlicht. 54 Bio-Unternehmen aus Dänemark werden 2017 an der Fachmesse teilnehmen. Eine Rekordzahl.

Im Jahr 2015 stellte die dänische Regierung ihre neue Strategie vor, nach der der Anteil der Bio-Landwirtschaft verdoppelt werden soll. Ebenso sollte der Anteil der Bio-Lebensmittel in den behördlichen Kantinen deutlich gesteigert werden.

Der damalige Minister für Ernährung, Dan Jørgensen, bezeichnete den Plan als den „ehrgeizigsten des ganzen Westens.“

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