Studium

Dänemark limitiert Ausbildungschancen per Gesetz

| 9.01.2017 - 14:47 Uhr

Das dänische Parlament hat Ende Dezember 2016 ein Gesetz verabschiedet, wonach das Studium eines zusätzlichen Faches auf demselben akademischen Niveau oder darunter deutlich erschwert wird. Heißt: Jemand, der bereits einen Master in einem Fachgebiet erlangt hat, soll zukünftig keinen Master oder Bachelor auf einem anderen Gebiet mehr abschließen können.

In Dänemark ist das Studium an staatlichen Universitäten kostenfrei. Zusätzlich erhalten Studierende Unterstützung vom Staat bei der Lebenshaltung, in Form von Stipendien oder günstigen Ausbildungskrediten. Befürworter des Gesetzes argumentieren, es spare dem Bildungssystem 300 Mio. Kronen (etwa 40 Mio. Euro) pro Jahr.

Doch es regt sich Widerstand. Etwa 80.000 Dänen haben inzwischen eine Petition gegen dieses Vorhaben unterschrieben. Sie befürchten, dass tausende Absolventen gezwungen sein werden, auch bei beruflichen Startschwierigkeiten an ihrer Fachausbildung festzuhalten. Das Gesetz verbaue Ausbildungschancen und begünstige Arbeitslosigkeit, heißt es.

Ironischerweise sollen die frei gewordenen Mittel der Artbeitslosenunterstützung zugeführt werden. Der ein oder andere Absolvent dürfte so früher oder später doch noch von dem eingesparten Geld profitieren.

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